| << >> 16.06.2009: Ein ganz normaler Traumtag (Portic – Nerezine) Wir übernachten in einer der wunderschönen Ankerbuchten vor Medulin. Portic ist groß und trotzdem gut geschützt - wir atmen den Duft der Pinien, das Wasser knistert und glitzert im Dunkel.... Wir wurden gefragt, wie denn unser Tag so aussieht auf dem Boot – anhand des heutigen Tages können wir den Ablauf ungefähr so beschreiben: Zu allererst einmal sei gesagt, dass der Skipper an Bord Sarah ist. Sie bestimmt, wann wir auslaufen, welchen Kurs wir fahren, ja sogar wann wir schlafen und essen bestimmt sie allein. Sie ist ein wirklich totalitärer Skipper und von Demokratie hält sie nicht viel. Für uns gibt es allerdings keine wunderbarere Art, herumkommandiert zu werden! Sarah schläft mit Unterbrechungen bis ca. 8 Uhr (+/-30 Minuten). Anschließend macht Christian Frühstück (an besonderen Tagen mit Aufbackbrötchen!!). Dann bestimmt der Skipper (Sarah) wann ausgelaufen wird. Mangels Sprache kündigt sie dies durch Quengeln an. Wenn es soweit ist, bespaßt Lydia die Kleine im Vorschiff oder an einem anderen schattigen Plätzchen, während Christian das Schiff im Schnelldurchlauf seeklar macht und aus sportlichem Anreiz die Bucht unter Segeln verlässt. Wir haben ja keine Ankerwinsch, also macht er das alles per Hand. Der Morgensport ist somit gesichert und „Hafenkino“ ist nahezu garantiert. Sobald wir die schützende Bucht verlassen haben und das Boot durch die Wellen schaukelt, kehrt Ruhe im Vorschiff ein und Lydia kommt wieder zum Vorschein. Denn auf Sarah wirken die Wellen wie das beste Beruhigungsmittel! Christian könnte man somit am besten als „Einhandsegler mit Familie“ bezeichnen. Heute rauschen wir über die Kvarner Bucht und erreichen nach 3.5h die Mole von Osor. Pünktlich zum Anlegen ist Sarah auch wieder wach. Hier wollen wir warten, bis die Drehbrücke öffnet, die die Inseln Cres und Losinj verbindet. Wir treffen Götz wieder. Während wir die Tage mit kurzen Strecken und viel Pausen genießen konnten, ist er eben kurz zurück nach Venedig, hat die Crew getauscht und ist uns wieder nachgesegelt. Nach der Durchfahrt sind es nur noch wenige Meilen bis zum Hafen von Nerezine. Wir legen dort gemütlich an (Sarah im Babybjörn bei Mama am Steuer) und gönnen uns gleich ein großes Eis. Bei Cevapcici und Raznici endet dieser wunderbare Segeltag für uns mit Gitarrenmusik, die Sarah in den Schlaf wiegt. EREIGNIS des Tages: Sarah ißt seit heute auch Kartoffelbrei. ACTION des Tages: „RUMMS“ Das Schiff wird durch die gekippte Strömung in Osor mit einem kräftigen Rumms mit dem Bug gegen die Betonmole gedrückt. Tja, das Hafenhandbuch richtig zu lesen, hätte helfen können, denn die Strömung kann bis zu 5 Knoten betragen. Doch Stahl sei Dank, keine Schäden außer ein paar Kratzern im Lack und ein paar zusätzlichen Schweisstropfen. Wir melden uns bald wieder hier Danke für eure lieben Gästebucheinträge - macht ruhig weiter so! Euer Team-Manthey Sarah, Lydia & Christian PS: Und vergesst nicht, auch bei den Fotos reinzuschaun! Reiseroute Team-Manthey auf einer größeren Karte anzeigen << >> Zurück zur Übersicht |