Mirage-Logbuch

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25.07.2009:  Das Erdmann-Manöver

Johannes Erdmann hat in seinem Buch „Allein über den Atlantik“ das erste Mal über ein Ankermanöver gesprochen, das wir ihm prompt nachgemacht haben – deshalb nennen wir es das „Erdmann-Manöver“:
Man dreht Kreise in der Bucht seiner Wahl, um den Anker dort zu werfen, wo die Wireless-Lan-Verbindung am besten ist!! Vorbei sind die Zeiten, in denen man den Ankerplatz nach Wassertiefe, Grundbeschaffenheit o.ä. auswählt, das elektronische Zeitalter hat nun auch das idyllische Buchtleben erreicht. Und so kann es schon mal passieren, dass es heisst: „fahr ein bissi nach links, da hab ich ein Signal; nein, das is verschlüsselt. Aber da drüben, da fahr hin, da hab ich noch eins gefunden.“
Und dieses Manöver trug dazu bei, dass wir euch in diesem Moment aus dem Cockpit des Schiffes diese Zeilen schreiben können.
Danke, lieber Johannes, du hast unser Seglleben revolutioniert!!

Liebe Grüße
Euer Team-Manthey
Sarah, Lydia & Christian

Nachtrag: Das Manöver ist übrigens nur eingeschränkt empfehlenswert: Eines Nachts wurden wir durch Rufe unserer Nachbarn darauf aufmerksam gemacht, dass wir durch die Bucht treiben. Eine Bora hatte eingesetzt und unser Anker schlitterte durch das Seegras, bis er aussah wie das Zotteltier aus der Sesamstrasse. Ein bisschen sollte man also doch auf den Ankergrund achten!

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