| << >> 16.07.2009: Regatta (Korcula) Unser Weg nach Korcula begab sich eines frühen Abends, als wir unverhofft doch noch mit Wind und einem schlafenden Kind gesegnet wurden. Hart am Wind kreuzten wir durch die Insellandschaft Korculas. Und da war er, der Feind. Ein anderes Segel, gleicher Kurs, aufholend. Der Abstand wird kürzer, Christians Blick immer verbissener... Klar zur Wende? Klar, Lydia bettet die schlafende Sarah auf die Leeseite um, während Christian die Leinen zirpselt. Die Spannung steigt. Mit dem Fernglas können wir nun Einzelheiten erkennen. Der Feind misst 52 Füsse (wir haben 30), ein würdiger Gegner also. Wir schlagen uns tapfer, er holt uns nicht ein. Und da, er macht einen entscheidenden Fehler, und wider Erwarten läuft Mirage mit einem Vorsprung von mindestens einer Minute über die imaginäre Ziellinie. Die italienische Crew winkt anerkennend beim Einlaufen. Leider wurde Sarah nicht wach – mit ihr hätten wir noch gerne angegeben. Bisher hatten wir das ja alles für ein Gerücht gehalten, dass Kroatien restlos überfüllt sein soll in den Sommermonaten. Doch vor ein paar Tagen, als wir in ebendiese Marina Korcula eingelaufen sind, haben wir (nur weil wir so klein sind und ganz lieb gefragt haben) den letzten Platz an der äußersten Muring bekommen – der beste Platz übrigens, wenn man in der Nacht halbwegs ruhig schlafen will! Neben uns lag eine norwegische Familie mit 3 Generationen an Bord. Wir erfahren, dass der Törn zur Überführung der Yacht aus Griechenland nach Norwegen dient. Dort hat das Schiff 6 Jahre Charter in der Ägais hinter sich und sieht aus wie 10 Jahre oder älter. Der Trip führt von Athen nach Slovenien, von dort weiter per LKW nach Kiel und dann über die Ostsee nach Norwegen. Wir fragen uns, wie günstig so eine gebrauchte Charteryacht sein kann, dass sich dieser Aufwand lohnt? Aktuell haben sie einen Motorschaden. Aber wir wissen ja: Yachtkäufe sind nicht immer nur mit Vernunft zu erklären! Euer Team-Manthey Sarah, Lydia & Christian << >> Zurück zur Übersicht |