Mirage-Logbuch

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07.07.2009:  “Der innerlich zerissene Kroate” (Otok Zlatan, Hvar)

In unserem überaus schlauen Hafenhandbuch („808 Häfen und Ankerplätze“) erspähen wir folgenden kurzen Text:
„Hier hat der Winzer Zlatan Plenkovic einen kleinen, engen Hafen mit Weinlokal bauen lassen.“
Mehr mussten wir nicht wissen. Da baut sich einer einfach so einen Hafen hin, und vielleicht kann der auch Wein machen? – Da müssen wir hin (Inspirationen sammeln...)!
Wir legen an der typisch kroatischen „Es muß ja nicht unbedingt schön sein“-Betonpier an. Es ist wirklich ein enger Hafen, aber das machen wir ja mit links!
Aufgrund der sengenden Hitze gehen wir erstmal in das berühmte Lokal. Wein ist grad egal, aber bitte Schatten!!! Nach einer Portion Prosciutto und Käse ist uns immer noch heiss und wir legen uns zu dritt in die Bugkoje mit Ventilator auf Vollgas. So verweilen wir 2 Stunden. Die Eltern halbtot, Sarah lustig sich hin und her drehend – verquere Welt.

Und schließlich ist die Sonne weg, die Lebensgeister erwachen, es wird geduscht, gekämmt, geduftelt... Und weil Sarah pünktlich zum Dunkelwerden einschläft, satteln wir das Babyfon und marschieren zu unserem ersten Auswärtsessen ohne Sarah.

Die Weinmarke hier heisst „Otok Zlatan“ also „Insel Zlatan“. Hat der Winzer aus seinem Hafen doch einfach eine Insel gemacht :-) Wir findens großartig! Und der Wein schmeckt ebenso.
Zum Wein (und zum exzellenten Fisch) gibts typisch kroatisches Weissbrot, das man kaum schneiden kann, ohne dass es innen zerreisst – von uns liebevoll und fast-philosophisch „Der innerlich zerrissene Kroate“ genannt.

Sarah gönnt uns einen wunderschönen Abend zu zweit und schläft friedlich in ihrer „Höhle“ (Steuerbord-Koje mit Leesegel, wir machen mal ein Foto davon).

Rundum zufrieden, rundum wohlfühlen.

Herzliche Grüße
Euer Team-Manthey
Sarah, Lydia & Christian


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