Cruisng is a lifestyle, not vacation

Die Bedeutung dieses unter Langfahrtseglern bekannten Spruches wird uns aktuell sehr bewusst.

Waren wir doch bisher von größeren Reparaturen und Ausfällen verschont, häuft es sich seit der Überfahrt von Port Canaveral nach St. Augustine.

Zuerst fällt der Motor auf See aus. Der Versuch die SALANA bei totaler Flaute mit unserem Dinghi die restlichen 7sm abzuschleppen wird bei 2kn Fahrt von nahen Blitzeinschlägen abgebrochen. Zum Glück setzt dann doch noch eine leichte Brise ein und wir können uns bis durch die gefürchtete, sich ständig verändernde Einfahrt, von St. Augustine durcharbeiten.

Von dort geht es für viel Geld im Schlepp durch eine Brücke und bis an unsere reservierte Boje. Bei bis zu 4kn Gegenstrom und leichtem Wind von vorne hätten wir das alleine nicht geschafft.

Die Obduktion des Motors ergibt, dass die Süß-Wasserpumpe defekt ist. Ein Lager muss zersprungen sein und Teile davon blockieren die Welle. Die Suche nach einem Ersatzteil ist sehr verwirrend, denn die Teileliste von Mercedes zeigt für unseren Motor eine andere Pumpe, als die gerade abgebaute. Die Befestigungen sind komplett anders. Laut Mercedes Händler wird unsere Pumpe nicht mehr gebaut und kann angeblich auch nicht mehr geliefert werden. So geht der Freitag vorbei und wir müssen das Wochenende abwarten, bis die Suche weitergehen kann.

Am Samstag bauen wir die Hängematten auf dem Vorschiff auf und genießen zu fünft das grandiose Feuerwerk zum Tag der Unabhängigkeit.

Der Anruf am Montagmorgen in Spanien beim Umrüster von Auto auf Schiffsdiesel bringt nicht viel. Er habe für diesen Motor nur eine Pumpe und die werde schon passen, wird sie leider sicher nicht! Christian macht sich auf, um in St. Augustine bei den Dieselmechanikern Hilfe zu suchen. Am Ende des Tages ist die alte Pumpe in Ihre Bestandteile zerlegt und auch Ersatz für die Lager ist gefunden. Allerdings lässt sich die sehr spezielle Dichtung nicht so leicht auftreiben.

Spät am Abend lichtet sich endlich das Rätsel durch den früheren Eigner und wir finden auf amazon.com eine für uns hoffentlich passende Ersatzpumpe. Am Donnerstag soll sie kommen, wir sind sehr gespannt!

In einer Gewitterböe am Sonntagabend reißt dann endgültig unser Sonnendach in zwei Hälften, die sich auch nicht mehr reparieren lassen. Uns war klar, dass wir ein neues brauchen, hatten aber gehofft, dass wir das auf daheim verschieben können.

Zu allem Überfluss haben sich Anna und Laura gerade eine Erkältung eingefangen und liegen mit Fieber in den Kojen. In der Zwischenzeit haben wir ein Ersatzteil in den elektrischen Autopiloten eingebaut, eine neue Dieselpumpe für den Tagestank bestellt, die Salzwasserpumpe des Motors mit neuen Dichtungen und Impeller versehen, die Verkabelung von Solar und Windgenerator verbessert, die Trinkwasserpumpe repariert, den Trinkwasserschlauch erneuert und etliche andere Arbeiten durchgeführt. Nur eines haben wir bisher noch nicht gemacht, uns die Stadt angeschaut. Es ist die älteste noch existierende Stadt der USA, mit einem wirklich hübschen spanisch geprägtem Stadtbild.

Das steht dann an, sobald wir wieder alle gesund und die wichtigsten Arbeiten am Schiff erledigt sind. Insgesamt haben wir viel Glück gehabt, der Motor hätte zu einem deutlich schlechteren Zeitpunkt ausfallen können und mit St. Augustine haben wir zusätzlich noch eines der maritimen Zentren der USA erwischt, wo man auch alles zu Fuß erreichen kann. Insofern machen wir das Beste aus der unfreiwilligen Pause und hoffen, dass die bestellte Pumpe passen wird.

Also hofft mit uns,

Ahoi,

WIR

PS: Irgendwie waren die Bahamas auch nicht schlecht.

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